Grünheider Frühjahrsputz war ein voller Erfolg

GrünheideNetzWerk hatte zum Frühjahrsputz aufgerufen und so ungefähr 50 Leute kamen und machten mit: in der Grünheide Ortsmitte, rund um den Campus, in Altbuchhorst, in Kagel inkl. Finkenstein und in Kienbaum. Mehr als 60 Säcke voller Müll brachten sie zusammen. Gut, dass uns der Bauhof Greifzangen und Plastiksäcke zur Verfügung gestellt haben. Das hat alles sehr erleichtert. 

Fundstücke

Unglaublich, was wir am Wegesrand und auch tief im Wald so alles gefunden und zusammengetragen haben: Plastiktüten voller Zigarettenkippen, lange Eisenteile, eine Armaturenbrettblende, ein ausrangiertes Zierteichbecken, viele, viele Windeln (igitt) und sogar eine vollkommen verschmutzte und zerrissene Unterhose (noch mal igitt).

Wie geht es Weiter?

Logo World Cleanup Day

Keine Frage, die große Frühjahrsputzaktion unseres Vereins war ein Erfolg – wenngleich das unangenehme Begleitgefühl blieb: Warum ist das nötig? Warum verwechseln so viele unsere schöne Natur mit ihrer eigenen Mülltonne? Dass unsere Sammelaktion zu einem Umdenken in dem einen oder anderen Kopf führt, wäre wünschenswert. Ob dies gelingt, ist zweifelhaft. Wir haben uns jedenfalls entschlossen, uns im Herbst im Rahmen des Word Cleanup Days am 18.09.2021 ein zweites Mal mit Müllsack, Schubkarre und all den anderen Ausrüstungsgegenständen auf den Weg zu machen.  

Wie einzelne die Aktion erlebt haben

Zwei Beispiele schildern eindrücklich die Erfahrungen unserer Teilnehmer.

Der erste Bericht stammt von Jens Uwe Köhler

„Hin und wieder habe ich schon am Wegesrand eine weggeworfene Pizza-Box, eine Flasche oder eine Bananenschale liegen gesehen. Deshalb angehalten habe ich zugegebenermaßen bisher nicht.  

Heute war es anders. Mit Mülltüte und Müllgreifer ausgerüstet bin ich gegen 10 Uhr gestartet und weitläufig um den Priestersee gelaufen. 20 Minuten und knapp 200 Meter später war der erste Sack gefüllt – ich war fassungslos. Nicht nur, weil ich in so kurzer Zeit so viel sammelte. Was dachte sich nur der Mensch, der hier eine löchrige und total vollgekackte Unterhose entsorgte? Was animierte andere zur Entsorgung einer Tüte vom Plastikabfälle einer Schnellimbisskette in einen Wald. Autoputz ist prima, aber muss der volle Aschenbecher tatsächlich auf einer Wiese an der „Neuen Rüdersdorfer Straße“ entleert werden – zusammen mit acht Kaffeepads? 

Der zweite Bericht stammt von Christine de Bailly

Der zweite Bericht stammt von Christine de Bailly: „Die Strecke zwischen Kagel und Kienbaum scheint eine Partymeile zu sein. Bier-, Weinbrand- und Rotweinflaschen, diverse Zigarettenschachteln (vorzugsweise mit „Camel“) und Flaschen, die bis zum Rand mit Zigarettenkippen gefüllt waren. Ob zu den ebenfalls abgelegten vollen Windeln ein kausaler Zusammenhang besteht, blieb ungeklärt. Kunststoff in diversen Ausführungen wurden aus dem Gras geborgen, sogar ein schweres Metallteil mit mehreren antiquarischen Porzellanisolatoren. Dass wir daneben ein paar Weinbergschneckenhäuser und „frisch geschlüpfte“ Schneeglöckchen bewundern konnten, war ein wenig Balsam auf unsere Seele. 

Und zum Schluss noch eine besondere Erfolgsmeldung: Eva und Eberhard Mohn hatten um sich die größte Sammlergemeinde versammelt. Rund 20 Leute aus der Nachbarschaft waren auf die Suche gegangen. Danke an alle Helfer und bis hoffentlich wieder im Herbst in einem vielleicht noch etwas saubereren Grünheide.

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