Mosaik-Götterspeise

Wackelpudding mal anders

Kindheitserinnerungen mit einem kleinen I-Tüpfelchen

Unsere Köchin wollte schon lange eine Götterspeisentorte ausprobieren und ist dann auf dieses Gericht gestoßen. Zum 1. Geburtstag ihrer Tochter hat sie dieses Rezept dann nach“gebacken“ und es wurde ein leckerer Eyecatcher. Seither hat sie dieses Rezept gerne zu Kinderfeiern zubereitet.

Zutaten

  • 3 Tüte/n    Götterspeise, rot, gelb und grün
  • 1 ½ Liter     Apfelsaft (alkoholfreie Variante) oder Weißwein
  • 300 g         Zucker (ich nehme Fruktosezucker)
  • 10 Blatt      Gelatine, weiße
  • ¼ Liter       Milch
  • ¼ Liter       Schlagsahne
  • 6 Pck.         Vanillinzucker

Geschichte

Götterspeise, in unserer Region auch häufiger unter Wackelpudding bekannt, wurde 1845 durch den Amerikaner Peter Cooper entwickelt. Der Sohn holländischer Einwanderer, erfand im Jahr 1845 die Kombination aus Gelatine mit Fruchtzusatz als schmackhafte Süßspeise. Dort wurde sie unter der Bezeichnung Jell-O patentiert. Schon rasch wurde dieses neue Produkt auch in Europa sehr populär. Die Zubereitung an sich war natürlich nicht patentiert, sondern lediglich der Name. Also begann man auch in Europa an vielen Orten, gekochten Fruchtsaft mit Gelatine in Pulverform zu versetzen. Genau diese dafür nötigen Pulvermischungen vertrieb dann zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Deutschland auch Dr. Oetker, der aus Marketinggründen das Produkt „Götterspeise“ nannte. Verkauft wurde das Geleepulver von Dr. Oetker bereits seit 1912, wobei nicht ganz klar ist, ob es sofort schon unter dem Namen „Götterspeise“ angeboten wurde.

Fun Fact

In der Schweiz bezeichnet Götterspeise eine andere, mit dem englischen Trifle verwandte Süßspeise. Deswegen konnte Dr. Oetker diese Namen nicht schützen lassen. Die schweizer Variante besteht aus Zwieback, Vanillecrème, Fruchtkompott (meist Apfelmus, Rhabarber oder Beeren) und Schlagrahm. Zwieback und Kompott werden in Schichten in eine Schüssel gefüllt, mit der kalten Crème oder dem Rahm übergossen und anschließend einige Stunden kaltgestellt. Oft wird Götterspeise als süßes Abendessen gegessen.Verwandt damit ist auch eine weitere Form der Götterspeise, die „Westfälische Götterspeise“. Hierbei bestehen die einzelnen Schichten aus einer Mischung geriebenen Schwarzbrots mit geriebener Bitterschokolade, Sauerkirschen und Schlagsahne.

Quelle

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